Wenn jemand den Gründungsmitgliedern des TSC Residenz Ottweiler vor rund zwanzig Jahren prophezeit hätte, dass ihr Vorhaben sich zu einem Verein mit über 450 Mitgliedern und dem damit zahlenstärksten Tanzsportclub des Saarlandes entwickeln würde, man hätte ihn wohl ausgelacht und in keiner Weise ernst genommen. Ganz zu schweigen von der Vielzahl der Trainingsgruppen, den Austragungen von Tanzsportturnieren, gesellschaftlichen Veranstaltungen und nicht zuletzt den sportlichen Leistungen der zahlreichen Turnierpaare in den verschiedenen Alters- und Leistungsgruppen in Standard und Latein.

Der alljährlich stattfindende "Residenzball" ist mittlerweile fester Bestandteil der Balltradition Ottweilers geworden und führt damit die Tradition der früheren Schlossbälle des Heimat- und Verkehrsverein der Stadt Ottweiler fort .

Der Anstoß zur Gründung des Tanzsportclubs ging 1986 von Fritz Hermann Urbach aus. Seine Frau Ellenruth und er waren von Jugend an dem Tanzsport zugetan und übten diesen Sport zeitweise beim TSC Grün-Gold Saarbrücken aus. Als Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins der Stadt Ottweiler hatte Fritz Hermann Urbach in der Planungsphase des damaligen Schlossballs den Einfall, den Gästen als Anziehungspunkt des Rahmenprogramms ein Tanzturnier zu bieten. Beflügelt vom großen Zuschauerinteresse und dem Erfolg des Schlossballs wurden Zukunftspläne geschmiedet und bereits im Oktober 1986 der TSC Ottweiler -zunächst noch als Abteilung des Heimat- und Verkehrsvereins- gegründet.

Mit Marliese und Dieter Eckerle als erstem Trainerpaar tat der Verein einen Glücksgriff. Beide engagierten sich über den eigentlichen Trainingsbetrieb hinaus sehr für die Belange des jungen Vereins. Beide haben neben Fritz Hermann Urbach wesentlichen Anteil am Aufbau des TSC Residenz Ottweiler. Am 14. November 1986 begann das offizielle Vereinstraining, damals noch im Saal der "Gäßlinger Bierstube". Ende 1986, drei Monate nach seiner Gründung zählte der Verein bereits 58 Mitglieder.

1988 wurde die Sparte Jazz- und ModernDance in das Trainingsangebot aufgenommen und auch die Kinder- und Jugendarbeit wesentlich intensiviert.

1989 wurde die "tanzende Abteilung" des Heimat- und Verkehrsvereins als selbstständiger Verein TSC Residenz Ottweiler in das Vereinsregister des Amtsgericht eingetragen. In diesem Jahr verzeichnete der Verein bereits 203 Mitglieder.

1990 begann mit dem ersten Residenzball die Tradition der Frühjahrsbälle des TSC.

Schon lange hegte man Pläne, für den stetig wachsenden Bedarf eigene Trainingsräume zu finden. Auf die Anregung von Adolf Funk und dessen Zusage, den Bau eines Clubheims großzügig zu unterstützen, machte man sich auf die Suche nach einem geeigneten Bauplatz. In Absprache mit der Stadt Ottweiler wurde der heutige Standort in der Seminarstraße gefunden. Im Spätherbst 1991 wurde mit dem Bau begonnen. Nach 18 Monaten Bauzeit und über 5000 Stunden Eigenleistung konnte im April 1993 das neue Trainingszentrum seiner Bestimmung übergeben werden.

Seit 1994 erweitert die Trainingsgruppe Orientalischer Tanz das Angebot des Vereins.

1996 machte uns die Nachricht vom pötzlichen Tod Adolf Funks, ohne dessen Engagement diese Entwicklung des Vereins nicht möglich gewesen wäre, sehr betroffen.
Nach zehn Jahren erfolgreicher Trainerarbeit gaben Marliese und Dieter Eckerle die Hobby- und Breitensportgruppe sowie die Standard-Turniergruppe an Peter Grell ab.

1997 trug der Club zum ersten Mal selbst die Saarlandmeisterschaften aus und konnte dabei vier Landesmeister stellen. Auch in den folgenden Jahren ertanzten die Turnierpaare des TSC zahlreiche Meisterschaften innerhalb und außerhalb des Saarlandes. Zum Andenken an Adolf Funk beschloss der Vorstand, die traditionellen Turniere beim Residenzball zukünftig als "Adolf-Funk-Gedächtnisturnier" auszutragen. Der Verein weist 334 Mitglieder auf.

Am 2. August 1999 verstarb Fritz Hermann Urbach. Allen Mitgliedern des Vereins wurde mit seinem Fehlen deutlich, wieviel er für den Verein geleistet hat und wie sehr er eigentlich noch gebraucht worden wäre.

Im März 2000 fand der zehnte Residenzball statt. Ein junger Vorstand unter dem Vorsitz von Martin Heinz war nun für die Belange des Vereins zuständig.

2002 übernimmt Ferdinand Mesarosch, bis dahin zweiter Vorsitzender, den Vereinsvorsitz. Frau Marianne Koch hatte mit ihrer Flamenco-Gruppe "Alegria" ihren ersten Auftritt beim 12. Residenzball.

2003 formiert sich der Vorstand neu. Peter Grell kümmert sich seither als 1. Vorsitzender um die weitere Entwicklung des Vereins.

Im Januar 2006 richtete der Club zum zweiten Mal die Saarlandmeisterschaften aus. Der Verein kann stolz auf fünf Landesmeister und zwei Vizemeister sein. Nachdem nun im März der 16. Residenzball stattgefunden hat, warten wir alle neben den Feierlichkeiten im Herbst zum 20-jährigen Vereinsjubiläum auf des Großereignis für unseren Verein im Frühjahr 2007: die Deutschen Meisterschaften Junioren II B Latein! Wir freuen uns drauf!

(Bernd Schöneberger, April 2006)

Wieder ist ein sehr ereignisreiches Jahr vergangen. Die Deutsche Meisterschaft -die erste für unseren Verein- war eine hochklassige und stimmungsvolle Sportveranstaltung, die großen Anklang fand bei den Landesverbänden und dem Deutschen Tanzsportverband. Unsere "engagierte und liebevolle Ausrichtung" (Tanzspiegel April 2007) brachte uns dann auch gleich den Zuschlag für eine weitere Meisterschaft: am 3. November wird unser Verein die Deutsche Meisterschaft Jazz und ModernDance Jugend ausrichten. Wir freuen uns sehr auf diese neue Herausforderung! Die Freude ist unter anderem auch deshalb so groß, weil wir inzwischen mit der Formation "loca" selbst in das JMD-Turniergeschehen eingestiegen sind.

Unsere engagierte Jugendarbeit und die daraus resultierenden hervorragenden Erfolge unserer jugendlichen Tänzerinnen und Tänzer (z.B. der Gewinn des 16-Plus-Pokals) wurde zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte mit der Hermann-Neuberger-Plakette ausgezeichnet.

Bei der Mitgliederversammlung wurde die Vereinsführung in ihrer Funktion bestätigt. Peter Grell führt weiterhin als 1. Vorsitzender den Verein unterstützt von Jörg Zeiger und Marianne Koch als 2.Vorsitzende. Die Mitgliederzahlen sind so angestiegen, dass wir inzwischen der größte Tanzsportclub im Saarland sind.

Bei aller Freude darüber bringt das natürlich auch Probleme mit sich. Unser Clubheim ist zu klein! Es ist inzwischen unmöglich geworden, den Trainingsansprüchen aller Tänzerinnen und Tänzer gerecht zu werden. Deshalb mussten wir einige Gruppen in umliegende Sporthallen auslagern. Wir denken immer lauter über einen Umbau/Ausbau unseres schönen Clubheims nach.

(Karl Trossen-Wanninger, April 2007)

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